Grundanforderung an jede Matratze ist, dass sie dem Benutzer die Freiheit gibt, in jeder von ihm gewählten Stellung zu schlafen. Sie muss ihn in allen Schlafhaltungen auf Rücken-, Bauch- und Seitenlage unterstützen, ohne eine bestimmte Stellung konstruktionsbedingt zu erzwingen.

Das klingt alles kompliziert, ist aber dennoch einfach zu verstehen, wenn man sich die drei “gebräuchlichsten" Möglichkeiten vor Augen führt.

In einer Kuhle gelingt es kaum, eine günstige Schlafposition zu finden, die aber der Körper unbewusst sucht. Daher schläft man unruhig, wird häufig wach und liegt in verspannter Haltung. Folgen dieser Lage sind oft Kopfschmerzen, versteifter Nacken, verkrampfte Muskeln und vor allem Rückenschmerzen, da sich die Bandscheiben nicht ausreichend regenerieren können.

Als Lösung gegen das Durchhängen wurde vielfach ein Brett im Bett empfohlen. Die Schmerzen können vorübergehend etwas nachlassen. Nach einiger Zeit nehmen sie jedoch wieder zu, verlagern sich oder neue treten zusätzlich auf.

Eine brettharte Matratze zwingt den Körper ebenfalls in eine belastende Lage. Hinzu kommt, dass der Körper nicht vollflächig aufliegt und daher (speziell bei Frauen) in der Taille keine Unterstützung gewährleistet ist. Dadurch nimmt der Druck auf das Gewebe an den geringeren Auflageflächen erheblich zu. Die Wirbelsäule wird verkrampft und die Durchblutung des Körpergewebes gehemmt, Muskelverspannungen und Rücken - schmerzen sind die Folge.

“Optimal schlafen” heißt daher die Devise, zu der sich auch immer mehr Ärzte bekennen und ihren Patienten vermitteln. Dabei sind nachfolgende Punkte von hoher Wichtigkeit:

Die Matratze soll nur dort nachgeben, wo sie belastet wird, nicht aber in einem weiten Umfeld, so dass der Körper optimal an jeder Stelle unterstützt wird, gleichzeitig aber durch die größere Auflagefläche eine Druckentlastung zur besseren Durchblutung erfolgt.

Die Matratze soll nach allen Bewegungen, die der Mensch während des Schlafes automatisch macht, möglichst nicht nachschwingen, um einen ruhigen Schlaf zu ermöglichen. Je weniger Nachschwingungen eine Matratze hat, umso komfortabler ist sie.

Schwingverhalten und Punktelastizität kann man am besten durch Probeliegen auf den entprechenden Matratzen herausfinden. Matratzen mit einem hochwertigen Taschenfederkern aus Kaltschaum oder Latex erfüllen die obigen Bedingungen hervorragend.

Die Matratze darf kein Schwitzen provozieren, muss die entstehende Körperfeuchtigkeit vom Körper wegführen und somit ein trockenes Schlafklima vermitteln.

Wenn man davon ausgeht, dass der Körper pro Nacht durchschnittlich 0,2 bis 0,5 Liter Feuchtigkeit abgibt, ist es wichtig, dass Matratzen mit Polstermaterialien versehen sind, die die Flüssigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben können. Vergessen sollte man allerdings nicht, dass ca. 80 % der Feuchte über die Bett- und Nachttwäsche, das Kopfkissen und die Zudecke entweichen, doch auch 20 % über die Matratze.

Bei einer Gesamtoberfläche von ca. 2 m² kommt also kaum Feuchtigkeit direkt an die Matratze.

Die Gebrauchsdauer einer hochwertigen Matratze liegt bei auf 7-10 Jahren. Gegen eine längere Nutzung sprechen im wesentlichen hygienische Gründe, aber auch der Schlafkomfort, der mit zunehmender Nutzung abnimmt, da auch die besten Polstermaterialien mit der Zeit ermüden und nachgeben. Dies ist auch bei höheren Körpergewichten zu beachten und damit kein Grund zur Beanstandung.

Ob eine tendenziell weiche oder eine harte Matratze vorzuziehen ist, kann, von Extremen abgesehen, dem persönlichen Geschmack überlassen werden. So die offizielle Definition! Generell ist die Einstufung nach Härtegraden in Deutschland nicht definiert. Demzufolge geben wir auch keine Härtegrade an, sondern halten uns an die Einstufungen von "Stiftung Warentest" in weich, mittel oder hart. Durch Probeliegen sollte man herausfinden, ob die Matratze den persönlichen Vorstellungen entspricht. Als Faustregel gilt: Personen mit hohem Körpergewicht sollten tendenziell eine festere, Personen mit empfindlichen Bandscheiben oder Bandscheibenschädigungen eine mittlere Unterlage wählen. Während Leichtgewichtige und Senioren eher etwas weichere Matratzen vorziehen sollten. Letztendlich kann man die Frage:" Welche Matratze ist denn nun die beste ?" nicht beantworten. Dies sollte jeder für sich herausfinden, da auch das individuelle Empfinden eine große Rolle spielt. Alle Hersteller und Verkäufer können nur Empfehlungen geben.

Für etwas schwerere Personen haben wir spezielle Matratzen und Bettlattenroste im Sortiment.

 


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