Yoga, Schwimmen & Co
Wer an Yoga denkt, hat meistens schlanke, gelenkige Frauen vor Augen, die Kopfstand machen oder Arme und Beine ineinander verschlingen. Kaum vorstellbar, dass Yoga, ebenso wie Tanzen oder Schwimmen, auch etwas für Schwangere ist und sogar für die Geburtsvorbereitung genutzt werden kann. In speziellen Kursen, die von Hebammenpraxen oder Geburtshäusern angeboten werden lernen die werdenden Mütter einfache Yogaübungen, bei denen sie sich kaum bewegen müssen und durch Atmung und Meditation zur Ruhe kommen. Je nach Übung gewinnen die Teilnehmerinnen Kraft und Zuversicht, können sich sammeln und werden ruhiger. Durch die völlige Konzentration auf das Atmen lassen sich Angstgefühle abbauen und Schmerzen lindern. Man entwickelt einen stärkeren Willen. Das alles ist später dann für die Wehenarbeit wichtig.
Doch nicht nur die Ruhe des Yoga ist eine gute Vorbereitung auf die Geburt. Auch Tanzen hilft, Bauch, Körper und Kopf für den großen Tag startklar zu machen. Tanzen regt an, es lockert und entspannt und es macht einfach gute Laune. Wie beispielsweise der Bauchtanz: Schwungvolle Hüftkreise oder Achten lockern das Becken und machen es geschmeidig. Beim Salsa dagegen verstärkt das energische Hüftschwingen die Durchblutung und kräftigt die Muskeln im Becken. Und die schlangenartigen Figuren des afrikanischen Tanzes strecken die Wirbelsäule, machen sie biegsam und lehren, mit den Beinen sicheren Bodenkontakt zu halten. Doch Tanzen ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele: Es macht gelassen und selbstbewusst. Bewegung und Musik helfen, ein Gespür für Rhythmus zu entwickeln, für den des eigenen Körpers und bei der Geburt auch für den Rhythmus des Babys.
Wer schließlich seinen Körper auch während der Schwangerschaft fit halten will, der ist beim Aqua-Training genau richtig. Was oft auch unter der Bezeichnung „Schwangeren-Schwimmen“ läuft, sind Kurse für werdende Mütter mit Übungen, bei denen Dank des Wassers der Bauch nicht im Wege ist. Denn gerade im nassen Element spürt man das zusätzliche Gewicht des Babys nicht mehr so doll, man wird leicht und schwerelos. Und so ist dort ein Trainingsprogramm mit allen Elementen eines Workouts möglich: aufwärmen, Muskeln kräftigen, dehnen, entspannen. Und die Bewegung im Wasser hat noch mehr Vorteile: Die Rückenmuskulatur wird entlastet, Gelenke, Bänder und Sehnen werden geschont, die Durchblutung verbessert und der Wasserwiderstand lockert, kräftigt und dehnt gleichzeitg die Muskeln.
Gegen Müdigkeit:
Stellen Sie sich auf Zehenspitzen einer Wand gegenüber, Hände fest dagegen drücken. Jetzt das Gewicht langsam auf die Fersen verlagern (Zehen dabei am Boden lassen). Die Übung etwa 25-mal wiederholen.
Zur Ruhe kommen:
Breiten Sie Ihre Arme wie Flügel aus und lassen Sie Ihre Hände aus den Gelenken langsam flattern. Dabei tief atmen. Üben Sie etwa drei Minuten lang.
Ausdauer für die Geburt:
Gehen Sie mit geöffneten Beinen in die Hocke, die Hände „beten“. Auf die Zehenspitzen kommen, Hände nach vorn auf den Boden, Beine durchdrücken und aufstehen. 15-mal üben.
