"Jetzt bin ich bald die Große!"
Eine große Schwester oder ein großer Bruder zu sein, ist nicht immer leicht. Kommt ein Geschwisterchen zur Welt, müssen die Großen plötzlich die Aufmerksamkeit und Liebe von Mama und Papa teilen. Kein Wunder, dass die erste Freude über das neue Familienmitglied bald von Eifersucht überschattet wird. Schließlich umsorgen die Eltern nun das kleine Bündel rund um die Uhr. Die Großen müssen scheinbar hinten anstehen. Um die Rivalitätsgefühle und die Eifersucht jedoch in Grenzen zu halten, können Mutter und Vater einiges tun.
Die Eifersucht kommt immer
Gerade Kinder zwischen anderthalb und vier Jahren sind sehr eifersüchtig, beginnen sie doch gerade, sich von den Eltern zu lösen und müssen sich deshalb der Zuneigung ihrer Eltern gewiss sein. Das neue Baby bedroht jedoch diese Sicherheit, die sie so dringend brauchen. Wichtig ist auch der Zeitpunkt, das Kind auf den Familienzuwachs vorzubereiten. Bei Ein- bis Zweijährigen reicht es, wenn sie erst wenige Wochen vor der Geburt von dem Nachwuchs erfahren, während größere Kinder mehr Zeit benötigen, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Doch gerade sie können bereits vor der Geburt bei der Auswahl der Babyausstattung mit einbezogen werden. Sicher macht es ihnen auch Freude, aus ihren alten Spielsachen ein paar Begrüßungsgeschenke für das Baby auszusuchen. Ist das Geschwisterchen dann da, lassen Sie die Größeren bei der Babypflege oder beim Füttern mithelfen. Vermeiden Sie jedoch, das neue Geschwisterchen als baldigen Spielkameraden anzupreisen. Bleiben sie lieber bei der Wahrheit, dass Babys in der ersten Zeit hauptsächlich trinken, schlafen und schreien. Gelingt es den Eltern, sich mit Geduld, Liebe und Aufmerksamkeit auf die jeweiligen Bedürfnisse des einzelnen Kindes einzustellen und so die Weichen für eine harmonische Bezeihung unter den Geschwistern zu stellen, werden sie spätestens dann für all die Mühen der Anfangszeit entlohnt, wenn die Kinder miteinander spielen und zusammen durch Dick und Dünn gehen.
