Vorsorge-Untersuchungen -

die Gesundheits-Checks für Ihr Kind!

U1, U2, U3 - wo viele an U-Bahn-Linien denken, haben junge Eltern etwas ganz anderes im Sinn: das Wohlergehen ihres Kindes. Denn mit U1 bis U9 werden die Vorsorgeuntersuchungen in den ersten sechs Lebensjahren bezeichnet. Der Untersuchungs-Marathon beginnt bereits kurz nach der Geburt.

Die U1 dient vor allem dazu festzustellen, wie gut das Baby die Geburt überstanden hat. Es werden Hautfarbe, Atmung, Herztätigkeit, Muskeltonus und Reflexe geprüft. Alle Daten kommen in das gelbe Untersuchungs- Heft, das das Kind in den nächsten Jahren begleiten wird.

Die U2 am dritten bis zehnten Lebenstag ist die große Basisuntersuchung nach der Geburt. Meist wird das Neugeborene jetzt erstmals von einem Kinderarzt beobachtet. Es werden die Reflexe und das Knochengerüst überprüft, sowie ein Stoffwechsel-Test vorgenommen, bei dem Fersenblut des Babys entnommen wird.

In der vierten bis sechsten Woche steht dann die U3 an, bei der der Arzt wissen will, wie die Eltern mit dem Baby zurecht kommen. Er gibt Tipps bei Ess-, Verdauungs- oder Schlafproblemen. Außerdem wird die altersgerechte Entwicklung bezüglich der Reflexe, der Motorik, der Reaktion und des Gehörs geprüft.

Kinderärzte halten die U4 im dritten bis vierten Monat neben der U2 für die wichtigste Untersuchung. Denn viele Entwicklungsstörungen, die jetzt erkannt werden, lassen sich noch erfolgreich behandeln. Der Arzt testet besonders die Reaktionen auf optische und akustische Reize. Meist beginnt er auch bei der U4 mit den ersten Impfungen.

Bei der U5 spielt der Kinderarzt mit dem inzwischen sechs bis sieben Monate alten Baby und untersucht dabei die inneren Organe und die Augen. Er testet, ob das Kind Blickkontakt hält und gezielt greifen kann. Weiter wird geprüft, ob es den Oberkörper mühelos aufrichtet und sich bereits einigermaßen im Gleichgewicht halten kann.

Die U6 ist die letzte Untersuchung im ersten Lebensjahr des Kindes. Hierbei beobachtet der Arzt das Kind, schaut, wie es krabbelt oder sitzt, sich an Möbeln hochzieht, sich aufrichtet und spielt.

Erst etwa zwölf Monate später gehen die Vorsorgeuntersuchungen dann mit der U7 weiter. Hierbei dreht sich dann alles um die Sprache, die Reaktion der Sinnesorgane, um Feinmotorik und Körperbeherrschung.

Die U8 im Alter von drei bis vier Jahren und die U9 im fünften bis sechsten Lebensjahr dienen vor allem dazu, zu beurteilen, ob das Kind reif für den Kindergarten bzw. die Schule ist. Während bei der U8 besonders die Organe, die Bewegungsabläufe, das Koordinationsverhalten, die Sprachentwicklung und die Selbstständigkeit geprüft werden, ist die U9 ein richtiger Rundumcheck, der von der Untersuchung auf orthopädischen Fehlstellungen bis zur Beobachtung der psychischen Entwicklung alles beinhaltet.

Die Standards jeder Untersuchung sind Gewicht, Körperlänge und Kopfumfang, die inneren Organe werden abgehört oder abgetastet. Außerdem wird die Haut angeschaut, die Reflexe und motorische Entwicklung überprüft und die Geschlechtsteile untersucht. Auch bei einem gesunden Kind, sollte keine Vorsorgeuntersuchung versäumt werden.

Es empfiehlt sich, vor dem Arztbesuch aufzuschreiben, welche Fragen und Probleme es gibt.