Es gibt immer mehr Familien, in denen die Aufgaben anders verteilt werden: Die Mütter zieht es wieder zurück in den Job, die Väter kümmern sich um Haushalt und Kinder. Mit der neuen Regelung zur Elternzeit ist das auch kein Problem mehr. Denn den Erziehungsurlaub können sich Mutter und Vater nun flexibel untereinander aufteilen oder auch gemeinsam verbringen, ohne beruflich benachteiligt zu sein.
Trotzdem werden die Berufs-Papas immer noch von ihren Mitmenschen schief angeschaut. Hat der etwa keinen Job? Was ist das denn für ein Softi! Solche Fragen und Sprüche sind keine Seltenheit.
Doch es gibt auch viele positive Reaktionen, Unterstützung, Tipps und Anerkennung von Hausfrauen
Für die Sprösslinge ist es allemal gut, wenn sie mehr von ihrem Papa haben. Wissenschaftler haben es bereits bestätigt: Es gibt so gut wie keine Aufgaben, die Frauen bei der Erziehung von Kindern übernehmen, die Männer nicht auch erfüllen können. Und so nehmen die meisten Kinder ihren Vater als Bezugsperson problemlos an. Studien zufolge ist es sogar so, dass Väter, die verstärkt für ihre Töchter und Söhne da sind, die kognitive Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen. So gibt es eindeutig positive Beziehungen zwischen väterlicher Unterstützung und kindlicher Leistungsfähigkeit vom Kindergarten bis zum Studium.
Kinder hingegen, deren Väter ganz oder sehr häufig abwesend sind, haben später nicht selten Probleme beim Lernen, aber auch in einer Partnerschaft. Hoch sollen sie also leben, die „neuen Väter“!
Es gibt sie tatsächlich, die Väter, die in Krabbelgruppen mit ihren Kindern singen und spielen, im Elternbeirat des Kindergartens sitzen oder Babybrei-Kochkurse belegen. „Neue Väter“ nennt sie die Gesellschaft, denn die klassische Rollenverteilung ist heute out.
