280 Tage, 40 Wochen oder knapp 10 Monate dauert eine normale Schwangerschaft im Schnitt. Eine Zeit, die Ihr Leben körperlich und seelisch verändert. Doch auch praktisch gibt es in dieser Zeit viele Sachen zu planen und zu bewältigen.
Die wichtigsten Termine einer Schwangeren sind natürlich die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt. Mindestens alle vier Wochen ist ein Termin in der Praxis vorgesehen, da zwölf Vorsorgetermine eingeplant sind, bei Problemen auch mehr. In den letzten Wochen vor der Geburt wird empfohlen, alle 14 Tage zum Arzt zu gehen.
Erholung und Ruhe sind für die werdende Mami das A und O. Deshalb ist auch gegen einen Urlaub während der Schwangerschaft nichts einzuwenden, wenn er zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Am günstigsten für eine Reise ist die Zeit zwischen dem fünften und siebten Monat. Vor längeren Reisen davor und gegen Ende der Schwangerschaft ist abzuraten. Bei Flugreisen verlangen manche Gesellschaften sogar ein ärztliches Attest von Schwangeren, die nach dem siebten Monat noch mitfliegen wollen.
Eigentlich will keine Schwangere zu früh über die Geburt nachdenken. Dennoch empfiehlt es sich, ab der 16. Woche Ausschau nach einer betreuenden Hebamme und der Entbindungsklinik zu halten. Die meisten Krankenhäuser bieten Kreißsaalführungen an, bei denen man zu jedem beliebigen Zeitpunkt einfach mitmachen kann. Oft gibt es eine kleine Klinikführung auch im Rahmen des Geburtsvorbereitungskurses, der im Schnitt ab der 28. Woche besucht werden kann. Auch Kurse zur Babypflege, werden von Kliniken, Familienbildungsstätten und Geburtshäusern angeboten.
Ab diesem Zeitpunkt kommt die werdende Mama dann auch in die heiße Phase der Schwangerschaft. Wer jetzt noch das Kinderzimmer streichen und einrichten will, sollte sich Hilfe holen. Denn schwere Dinge heben sollte die Schwangere nun auf keinen Fall mehr. Ein durch den Bauch verlagerter Schwerpunkt, sowie weichere Bänder und Gelenke können leicht zu Verletzungen führen. Lassen Sie also lieber den werdenden Papa auf Leitern steigen und Möbel aufbauen.
Sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin beginnt für Arbeitnehmerinnen der Mutterschutz. Dies ist auch der richtige Zeitpunkt, um eventuell mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur zu beginnen, die den Geburtsvorgang erleichtern und verkürzen soll. Informationen dazu gibt es bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Tja, und dann heißt es nur noch Abwarten und die Krankenhaustasche für sich und das Baby packen.
Empfehlenswert ist auch, sich für den Notfall die Telefonnummern vom Notarzt und die Direktdurchwahl zur Entbindungsstation aufzuschreiben.
Und was kann der baldige Papa noch tun? Seine Partnerin beruhigen und den schnellsten Weg der Entbindungsstation ausfindig machen und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.
