Endlich ist es soweit: das Auto ist gepackt, das Haus verschlossen, die Familie ist vollzählig, noch ein letztes Winken der Oma und ab geht es in den lang ersehnten Urlaub. Doch vor Ruhe und Entspannung am Urlaubsziel, kommt die für Kinder unendlich lange Reisestrecke. Die erste meldet sich schon nach einer Viertelstunde: „Wie lange dauert es denn noch? Ich muss mal Pipi!“, schreit die Dreijährige von der Rückbank. Und von dem Wehklagen seiner Schwester angesteckt, fängt auch das Baby an zu quengeln. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren, damit die Fahrt in den Urlaub nicht schon zu Beginn der Ferien für die ganze Familie zur Belastungsprobe wird. Deshalb ist eine gute Planung im Vorfeld schon die halbe Miete. So bieten beispielsweise Autoclubs wie der ADAC oder der AvD ihren Mitgliedern kostenlose Computerausdrucke und Straßenkarten an, auf denen die Idealstrecke zum Urlaubsziel verzeichnet ist.
Kinderfreundliche Rastanlagen sind in der Broschüre „Tanken&Rasten“ zusammengefasst. Denn ab und zu mal eine Pause, in der die Große in einer extra Kinderecke spielen kann und der Kleine gewickelt und gefüttert wird, sorgen auf alle Fälle für ein angenehmes Klima im Auto.
Neben einer regelmäßigen Rast möglichst alle zwei Stunden sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder genug zu Trinken bekommen. Wasser, Tees oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte sind da das Geeignetste. Und auch für das leibliche Wohl der Kleinen sollte gesorgt sein. Ideal hierfür sind Apfel- oder Karottenstifte, Rosinen- oder Käsewürfel.
Doch eigentlich muss die lange Reise nicht langweilig sein, wenn Mutti und Vati genug Ideen haben, wie sie die Kids beschäftigen können. Ein Baby ist meist leicht zufriedenzustellen. Da genügt oft schon ein vorgesungenes Lied, eine Spieluhr oder auch nur das Teefläschchen. Ältere Kinder hören gerne ihrer Lieblingskassette zu, singen mit der ganzen Familie beim „Benjamin-Blümchen“-Lied mit oder können sich auch eine Zeit lang mit Mal- und Bilderbüchern beschäftigen. Und wenn das alles uninteressant wird, dann gibt es ja auch noch so spannende Spiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“, „Pferde-, Wohnwagen-, Wolkenzählen“ oder „Märchenerzählen“. Und irgendwann verliert auch dann das noch so spannende Spiel seinen Reiz und die kleinen Quälgeister werden zu selig schlafenden Engelchen.
